Medialab

telekult entwickelt in Zusammenarbeit mit Partnern aus Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik intermediale Projekte, die andere Kunstformen wie Ausstellungen, Performances und Präsentationen mit dem Medium Film verbinden. Film kann dabei ein aktiver Bestandteil des Ereignisses sein, das die unterschiedlichen Präsentationsformen z.B. aus Theater oder Musik in einem Werk
zusammenführt.

telekult entwickelt und produziert darüber hinaus DVDs, die - als eigenständiges Medium - spezifische Inhalte über das Ereignis oder das Thema vermitteln und dokumentieren.

Im Medialab arbeitet telekult für Kunst- und Kulturfestivals, Unternehmen, öffentliche Institutionen, Stiftungen und Museen, initiiert in Kooperation mit diesen Partnern intermediale Projekte und vereint in der Arbeit die Zielsetzung, Information und künstlerische Gestaltung zu einer Gesamtproduktion.

Schwestern | 2014

Musik / Tanz-Theater nach Anton Tschechows "Drei Schwestern" und Motiven und Texten aus dem leben von Nele Winkler, Juliana Götze und Rita Seredßus, drei Schauspielerinnen mit Down Syndrom. Weiterhin wirken mit: Angela Winkler, Tammo Winkler
Musiker: Ketan Bhatti, Milian Vogel, Hannah Klein, Andreas Voss, Matthias Engler.

Es ist der ungeschriebene Epilog, der die Handlung über den Rahmen des eigentlichen Stücks fortführt. Nele Winkler ist in ihrem realen Leben, ebenso wie die Figur Mascha, die sie spielen wird, vor einem Jahr von zuhause ausgezogen und wohnt jetzt in einer Wohngemeinschaft der Lebenshilfe e.V. - zusammen mit anderen Schauspielern mit Down Syndrom.
Der Regisseur Frank Krug und der Choreograph Davide Camplani haben die WG im letzten Jahr regelmäßig besucht, Geburtstage gefeiert, Fussball gespielt. Sehr offen erzählen die drei jungen Frauen, die die drei Schwestern darstellen werden, dabei aus ihrem Leben: Sie sprechen über Liebe und Beziehungsstress, über ihren Körper, der sie nervt, weil er zu dick ist, über Dinge, die ihnen peinlich sind, über das, was sie gern können und lernen möchten und über Sehnsüchte, die ihre eigene Zukunft betreffen. Diese Gespräche mit Nele Winkler, Juliana Götze und Rita Seredsuß bilden die Grundlage für die Motive aus dem Leben der drei, die in das Projekt eingeworben werden.

Koproduktion Sophiensaele Berlin, TAK Theater Liechtenstein,
Theatres de la Ville de Luxembourg
Premiere: 27.11.2014 | SOPHIENSAELE in Berlin | gefördert durch:

     

Walking in the limits | 2006

„WALKING IN THE LIMITS“
ist ein internationales Musiktheaterprojekt des Schweizer Komponisten und Autors Heinz Reber (†) für drei Schauspieler und ein Streichtrio, das als Koproduktion des Theaterspektakels Zürich, Festival La Bâtie Genf, Grand Théâtre de la Ville de Luxembourg und Berliner Festspiele am 18. August 2006 in Zürich uraufgeführt wurde - produziert von telekult.

Die Produktion in der Inszenierung von Frank Krug und dem Bühnenbild des australischen Medienkünstlers Lawrence Wallen thematisiert die unmittelbare Situation in den Monaten vor dem Fall der Mauer in OstBerlin und die Aussagen zum mehrdimensionalen Raum- und Zeitbegriff der Stringtheorie.

Gefördert durch: Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Nestlé Fondation de l´Art sowie der Zuger Kulturstiftung Landis & Gyr.

Schauspieler:
Viviane de Muynck, André Jung und David Bennent
Musiker:
Maya Homburger (Violine), Charlotte Hug (Viola) und Barry Guy (Bass)

Fotos: © Ralf Hoedt